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Ansichtskarte von Otelfingen: Steinbruch Lägern | um 1935

Steinbruch Lägern | um 1935


Der Steinbruch wurde bereits 1876 als Materialquelle für den Eisenbahnbau im Furttal benutzt, dann jedoch stillgelegt. Das Grundstück in der Grösse von 1,16 Hektaren verblieb im Besitz der Gemeinde Otelfingen. 1931 ersuchte der neue Pächter Hans Meier „Mechanikers“, heute Landstrasse 29 die Gemeinde um eine Rodungsbewilligung und stellte ein Gesuch den Abbau erneut aufnehmen zu können. Obwohl zwei Gutachten die Rentabilität auf Grund der örtlichen Umstände in Frage stellten, bewilligten der Kanton und die Gemeinde die Wiedereröffnung des Steinbruchs. Mit zu diesem Entscheid trug wohl die damals herrschende Arbeitslosigkeit bei und weil man sich davon die Schaffung neuer Arbeitsplätze erhoffte. Der Steinbruch wurde vom Konzessionsnehmer zwischen 1933 und 1936 betrieben, der Abbau musste dann aber konkursamtlich eingestellt werden. Die Gründe waren die in den Expertisen erwähnte fehlende Wirtschaftlichkeit und das unsachgemässe Vorgehen, das immer wieder zu Rutschungen führte.

Die grossflächige und von weitem sichtbare Stelle am südlichen Lägernhang besteht heute noch und wird immer wieder von Gesteinsabbrüchen und Rutschungen heimgesucht. Dafür ist sie ein Eldorado für Fossiliensammler.

Quelle(n)

  • Regierungsratsbeschluss Signatur 3.45 RRB 1931/2480