Zum Hauptinhalt springen
Ansichtskarte von Otelfingen: Steinhofweg 4 | um 1950

Steinhofweg 4 | um 1950


„Steinhof“. Von hoher ortsgeschichtlicher Bedeutung.

Gebaut 1840 durch Andreas Surber (Initialen über der Hauseingangstüre), Gemeindeammann. Es wird vermutet, dass beim Bau im Fundament und Keller des Hauses viele Steine aus der ehemaligen, seit der Reformation baufälligen und im Verlauf der Jahrhunderte zerfallenen St. Antonius-Kapelle verwendet wurden, die sich seit dem Mittelalter ganz in der Nähe befand („auf Chilpen“). Die alte Sage, dass früher an der Stelle des „Steinhof“ der Sitz der „Edlen von Otelfingen“ stand, lässt sich bisher nicht belegen.

Von 1847 bis 1901 wohnte und praktizierte hier der Arzt Johannes Wyss. Bei seinem Einzug war der Bau des Hauses immer noch unvollendet, und der neue Besitzer musste es im Verlauf der Jahre noch fertigstellen. Von 1856 bis ca. 1905 betrieben die Töchter der Familie in diesem Haus eine Handlung mit Dingen des täglichen Bedarfes.

Quelle(n)

  • Bannwart Kurt, Heimatkundliche Vereinigung Furttal, Mitteilungsheft Nr. 50/2021 (zur Handlung Wyss)
  • Gebäude- und Brandkataster Otelfingen, Lagerbücher (im Staatsarchiv Zürich)
  • Güller Alfred, Ortsgeschichte Otelfingen, Chronos-Verlag Zürich, 1991
  • Wyss Pit, Im Steinhof oder Erinnerungen aus meinem Leben, von Johannes Oscar Wyss (1840-1918), 1989
  • Kommunales Inventar der Heimatschutzobjekte 2024