
Vorderdorfstrasse 2 | 1953
„Hochstudhaus“, errichtet im 17. Jahrhundert und 1779 in seine heutige Form umgebaut.
Der Hochstud ist ein massiver Holzstamm, der vertikal von unten bis zum Dachfirst reicht und an dem die ganze Hauskonstruktion „aufgehängt“ ist. Früher war diese Bauweise weitverbreitet, heute gibt es davon nur noch wenige Zeitzeugen. Das Hochstudhaus Otelfingen wurde 1963 von der Gemeinde Otelfingen gekauft. 1972 beschloss die Gemeindeversammlung es abzureissen, um die Landstrasse verbreitern zu können. Aber drei Jahre später lehnte die gleiche Versammlung den Umbaukredit als zu teuer ab. Danach übernahm die Zürcherische Vereinigung für Heimatschutz den Wohnteil im Baurecht und sanierte ihn zwischen 1976 und 1980 sorgfältig. Der angebaute Ökonomieteil verblieb im Besitz der Gemeinde und wurde ebenfalls restauriert und anschliessend als Werkhof benutzt. Nach dem Ablauf des Baurechtes mit dem Heimfall des Wohnteiles an die Gemeinde Otelfingen, verkaufte diese 2018 die ganze Liegenschaft an die bisherige Mieterin.
Quelle(n)
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Gebäude- und Brandkataster Otelfingen, Lagerbücher (im Staatsarchiv Zürich)
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Zürcher Denkmalpflege, 9. Bericht 1977-1978, Teil 1




